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Stethoskop
Ihr Ratgeber Mundtrockenheit
Der Speichelfluss im Mund wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Krankheit und Alter können ursächlich sein für Mundtrockenheit.
Mundtrockenheit

Was ist Mundtrockenheit?

Die Speicheldrüsen im Mundraum stellen pro Tag etwa einen Liter Flüssigkeit her. Bei bestimmten psychischen Reaktionen oder unter bestimmten psychischen Umständen wird die Speichelherstellung reduziert. Diese verminderte Speichelproduktion, die auch in Verbindung mit bestimmten Krankheiten oder der Einnahme von Medikamenten stehen kann, führt dann zu Mundtrockenheit.

Auch bei nächtlichem Schnarchen kennt man das trockene Gefühl am Morgen im Mund: Die Zunge bleibt am Gaumen kleben, der Mund fühlt sich trocken an. Mit nur wenigen Schlucken kommt dann meist alles wieder ins Gleichgewicht. Es gibt aber Menschen, die dauerhaft von Mundtrockenheit betroffen sind.

Mundtrockenheit und das vegetative Nervensystem

Mit dem Sekret im Mund verdauen wir unsere Nahrung vor und halten den Mundraum bzw. die Schleimhäute, mit denen er ausgekleidet ist, feucht. Die Sekretherstellung wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Wenn der Mensch aufgeregt ist, wird weniger Speichel produziert. Wer z. B. eine Rede halten muss, kennt das Problem der Mundtrockenheit. Dabei braucht man gerade dann die Flüssigkeit, um besser sprechen zu können. Der Speichelfluss kann nicht nur reduziert sein, wenn man aufgeregt ist, sondern auch, wenn man ärgerlich oder verblüfft ist. Psychische Verfassung und körperlichen Reaktionen können also in diesem Fall zusammenhängen.

Es gibt aber Menschen, die von einer länger dauernden Mundtrockenheit betroffen sind. Dies bedeutet, dass auch ohne äußere Einflüsse oder eine entsprechende psychische Reaktion der Speichel wegbleibt. Mundtrockenheit kann z. B. durch eine Bestrahlung aufgrund einer Krebserkrankung entstehen oder durch bestimmte Medikamente. Auch fortschreitendes Alter und bestimmte Krankheiten können für die Entstehung verantwortlich sein. Mundtrockenheit kann zu einer starken Belastung und Beeinträchtigung werden.

Warum brauchen wir den Speichel im Mund?

Der menschliche SpeichCloseup of a young woman sticking out her tongue.el, also die Flüssigkeit im Mund, setzt sich aus Mineralien, Enzymen, Immunglobulin, Spurenelementen und ganz wesentlich aus Wasser zusammen. Darüber hinaus sind im Speichel gewisse Schleimstoffe enthalten, die dafür sorgen, dass der Speichel sich nicht einfach verläuft, sondern an den Mundschleimhäuten und den Zähnen gut haften bleibt.

Der Speichel macht sowohl den Kauvorgang als auch das Schlucken einfacher. Außerdem intensiviert er den Geschmackssinn im Mund beim Essen. Die enthaltenen Enzyme spalten Nahrungsbestandteile auf und stellen so bereits einen Teil der Verdauung dar. Die Mineralstoffe im Speichel helfen, den Zahnschmelz zu erhalten und immer wieder herzustellen. Auch werden über die Mineralien die Säuren neutralisiert, die schädlich wirken könnten. Die Bakterien, die zu einem gesunden Mund gehören, befinden sich ebenfalls im Speichel. Mit ihrer Hilfe werden Krankheitserreger bekämpft. Schleimhautentzündungen und Entzündungen des Zahnfleisches werden so unwahrscheinlicher. Bei Mundtrockenheit vermehren sich Krankheitserreger demzufolge leichter.

Fedor Singer

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